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13.09
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Helena Waldmann
Tanz / Theater

Gute Pässe Schlechte Pässe

Helena Waldmann ist Weltreisende in Sachen Tanz: Sogar gemessen an den Standards einer durch und durch international arbeitenden Szene dürfte ihr Aktionsradius kaum zu übertreffen sein. An der Schnittstelle von Regie und Choreographie produziert, tourt und engagiert sich Helena Waldmann seit vielen Jahren weltweit – vom Nahen Osten über Lateinamerika bis nach Asien und Afrika.

In Gute Pässe Schlechte Pässe lotet Waldmann ein Thema aus, das unsere Gesellschaft derzeit bewegt wie kaum ein anderes – Grenzen: „Warum kann ich mich mit meinem guten deutschen Pass völlig ungehindert in 178 Ländern bewegen?“, fragt Waldmann, „und warum haben Menschen aus ärmeren Ländern diese Bewegungsfreiheit nicht?“ Die Antwort: „Je kreditfähiger ein Staat ist, desto akzeptierter ist sein Pass.“ So einfach ist das. Klar ist aber auch: Wo immer wir uns als Mitglieder einer bestimmten Gruppe definieren, grenzen wir andere aus. Dieser Mechanismus ist so tief in uns verwurzelt, dass er uns wie selbstverständlich erscheint. Man sagt: Eine feste Identität verleiht Halt und Orientierung. Das Fremde, das Unbekannte bleibt auf Abstand. Gleichzeitig sehnen wir uns danach, Grenzen zu überwinden, sie aufzubrechen, um Neues zu entdecken. Aber es scheint so, dass wir zunehmend bereit sind, unsere Freiheit ganz dem Bedürfnis nach Sicherheit unterzuordnen. Wollen wir das wirklich?

Waldmanns Protagonisten: dreißig Menschen – Tänzer und Akrobaten, Mauerbauer und Mauerschauer, Hiesige und Fremde. Auch wenn die Bühne sie eint, entstehen verschiedene Lager, verhärten sich die Fronten. Immer neue menschliche Demarkationslinien bilden sich, zwischen Tänzern und Akrobaten, aber auch ganz persönlich in unseren Köpfen.

Tanzregie, Bühne & Konzept: Helena Waldmann
Musik: Mika Vainio, Arne Deforce, Jean-Philippe Rameau, Richard Wagner
Dramaturgie & musikalisches Konzept: Tobias Staab
Licht: Herbert Cybulska
Kostüme: Judith Adam
Probenleitung: Johanna Hwang
On Stage: Sara Einrich Bertran, Antonia Modersohn, Enrico Paglialunga, Tjorm Palmer, Lysandre Coutu-Sauvé, Declan Whitaker, Carlos Zaspel & 22 freiwillige Mauerbauer

Eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions.
In Koproduktion mit Theater im Pfalzbau Ludwigshafen (D), Hessisches Staatsballett im Rahmen von Tanzplattform Rhein-Main, ein Projekt des Hessischen Staatsballetts im Staatstheater Darmstadt und Hessisches Staatstheater Wiesbaden und Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt (D), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg (L), Colours International Dance Festival Stuttgart (D), Kaserne Basel (CH), Kurtheater Baden (CH), Forum Freies Theater Düsseldorf (D), Tafelhalle Nürnberg (D) gefördert durch den Fachausschuss Tanz und Theater BS/BL

Access To Dance wird ermöglicht durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und den Bezirk Oberbayern.



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