Do
01.03
18
Richard Siegal /
Ballet of Difference
Tanz / Theater

On Body
Drei Choreographien von Richard Siegal

Mit On Body will das Ballet of Difference einmal mehr Grenzen überschreiten. Klassische Ballett-Tradition, Contemporary Dance, Fashion und Pop-Kultur verschmelzen zu einem Tanzereignis, das sich wahrhaft auf der Höhe der Zeit bewegt.

Ein Tornado halsbrecherischer Pirouetten. Ballerinas auf Spitzenschuhen im Blitzlichtgewitter. Abstrakte Technobeats. Richard Siegals neu gegründete Kompanie Ballet of Difference bezieht ihre Dynamik aus der Diversität und der Avantgarde sämtlicher Genres. Denn der amerikanische Starchoreograph hat stets die Innovation im Blick, lässt sich inspirieren von den neuesten Trends aus Tanz, Mode, Pop, elektronischer Musik oder Design.

Unter dem Titel On Body präsentiert Richard Siegal einen dreiteiligen Abend, in dessen Rahmen seine neu erarbeitete Kreation Ballet 2.018 zur Uraufführung kommen wird. In dieser Arbeit spürt Siegal den Energien nach, die durch körperliche Nähe und die menschliche Stimme freigesetzt werden. Das Ziel: einen Raum der Intimität zu schaffen, sowohl zwischen den Tänzer*innen auf der Bühne als auch zwischen den Performern und dem Publikum. In diesem Raum werden alle zu Resonanzkörpern, in denen die Unmittelbarkeit des Physischen erfahrbar wird.

Ballet 2.018 markiert zugleich den Kontrapunkt zu zwei bereits bestehenden zentralen Choreografien Richard Siegals:

Das programmatisch benannte BoD, uraufgeführt bei DANCE München 2017, war das erste Stück, das Siegal mit seiner neuen Company erarbeitete. Siegal ließ bewusst die unterschiedlichen Biographien, Kulturen und Tanztechniken der BoD-Mitglieder in die Choreographie mit einfließen und erzeugte so ein faszinierendes Amalgam einer kulturell reichen und in sich diversen Gegenwart. Zu den global-orientalischen Rhythmen von DJ Haram, einer in den USA lebenden Musikerin mit libanesischen Wurzeln, rotieren die BoD-Tänzerinnen und Tänzer durch den Raum und transformieren sich mit Hilfe der aufblasbaren Kostüme der gefeierten New Yorker Modedesignerin Becca McCharen in immer neue Körperlichkeiten.

Das 2013 im Auftrag des Bayerischen Staatsballetts entstandene UNITXT markierte den Beginn von Siegals Auseinandersetzung mit den Formen des Balletts und oszilliert zwischen Techno-Club und Ballettsaal. Zu den abstrakten elektronischen Klängen Alva Notos dekonstruiert und spielt Siegal mit klassischen Elementen wie Spitzentanz, Symmetrie und dem Konzept des disziplinierten Körpers. Das Ergebnis: eine radikal neue Perspektive aus dem Blickwinkel des zeitgenössischen Tanzes. Für On Body erarbeitet Siegal eine neue Version für die radikalindividualistischen Tänzern seiner Kompanie.

Über Richard Siegal
Gründer und künstlerischer Leiter von The Bakery (2006) und Ballet of Difference (2016). Ausgezeichnet mit dem New York Dance and Performance Bessie Award, dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST, S.A.C.D. Prize, einem Beaumarchais, dem Mouson Award und dem Münchner Tanzpreis, genießt Richard Siegal internationales Renommee für eine Vielzahl von Performances, Projekten mit Neuen Medien, Workshops und Veröffentlichungen. Er kreierte unter anderem für das Bayerische Staatsballett, GöteborgOperans Danskompani, Cedar Lake Contemporary Ballet, São Paulo Dance Company, Bodytraffic, Le Festival d'Automne, The Forsythe Company, Rencontres Chorégraphiques, Ircam, Centre Pompidou, YCAM, Tanz im August, Ballett Frankfurt, Danspace/NYC, Théâtre National de Chaillot und die Ruhrtriennale.

Richard Siegal war Artist-in-Residence am ZKM/Karlsruhe, Bennington College und am Baryshnikov Arts Center, am Festspielhaus St. Pölten und am Muffatwerk/ München. Von 2005 bis 2015 war er Associated Artist der Forsythe Company. Er ist ein MacDowell Fellow und Ehrenmitglied des Benoit de la Danse des Bolshoi Ballet.

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