14.05
bis
17.05

Mineral Amnesia Ioana Vreme Moser

Konzert

Münchener Biennale - Festival für neues Musiktheater

Donnerstag: 15-19 Uhr
Freitag: 20-00:00
Samstag 12-19 Uhr
Sonntag 14-19 Uhr, 20-22 Uhr

Mineral Amnesia / Ioana Vreme Moser
Prix Ars Electronica 2025 – Digitale Musik & Klangkunst Auszeichnung für herausragende Leistungen

„Mineral Amnesia“ untersucht die Entwicklung und den Verfall früher löschbarer, programmierbarer Speicher durch Klang. Unter Quarzfenstern gekapselt verlieren EPROMs, heute veraltete Mikrochips, ihre Daten, wenn sie dem Licht ausgesetzt werden. Die Installation rettet verschiedene Generationen und spielt sie unter UV-Licht ab, bis ihre Klänge erodieren und verschwinden. Das Werk durchläuft das digitale dunkle Zeitalter durch die Linse eines veralteten Geräts. 1971, kurz nach der Geburt des Mikroprozessors, erfunden, markierten EPROMs einen Sprung in der Computertechnik. Ihr weit verbreiteter Einsatz befeuerte rasantes technologisches Wachstum, führte aber auch dazu, dass Daten in alten Hardware-Gehäusen verloren gingen, die nun entsorgt werden und giftige Ödlande über die geologische Schicht der Erde bilden. Von der 8-kbit-Kapazität des 2708-EPROMs bis hin zu 1 Mbit belebt das Projekt diese Speicherchips aus der Vergangenheit wieder und untersucht Ereignisse seit ihrer Entstehung. Einige EPROMs aus den 70er Jahren wandeln Programme in Klänge um, andere geben Sprachgeschichten preis. Licht wird zu einem abrasiven Mittel, das Daten langsam verzehrt und verzerrt.

Credits:
Commissioned by Simultan Assosciation (RO) and Galerie Nord (DE)
Curated by: Levente Kozma, Carsten Seiffarth, Veronika Witte
Technical support: Dorian Largen
Assistance: Alin Rotariu, Gloria Vreme Moser, Theo Vreme Moser
woodwork: Alex Matusciac
With support from: Administration of the National Cultural Fund (RO) Stiftung Kunstfonds, Senatsverwaltung für Kultur und Europa (DE)

Kuratiert von Dietmar Lupfer – eine Kooperation der Münchener Biennale 2026 und dem Muffatwerk München

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